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Unterschied: Steuernummer und USt-IdNr.

In Deutschland gibt es zwei wichtige steuerliche Identifikationsmerkmale: die Steuernummer und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.). Sie werden oft verwechselt, haben aber unterschiedliche Zwecke und Formate.

Steuernummer

Die <strong>Steuernummer</strong> ist eine nationale Nummer, die Ihnen vom zuständigen Finanzamt zugeteilt wird. Sie identifiziert Sie bei allen steuerlichen Angelegenheiten (Einkommensteuer, Umsatzsteuer, etc.) in Deutschland.

Merkmale:

  • Nur in Deutschland gültig, nicht EU-weit verwendbar.
  • Format und Länge variieren je nach Bundesland (z. B. 10 oder 11 Ziffern, mit Trennzeichen).
  • Wird u. a. auf der Lohnsteuerbescheinigung, beim Finanzamt und in der Steuererklärung verwendet.
  • Nicht für die Rechnungsstellung im EU-Binnenhandel geeignet (kein Nachweis der Berechtigung für steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen).

USt-IdNr.

Die <strong>USt-IdNr.</strong> ist eine <strong>EU-weite</strong> Nummer speziell für den Umsatzsteuerbereich. Sie dient dem Nachweis, dass ein Unternehmen am innergemeinschaftlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr berechtigt teilnimmt.

Merkmale:

  • EU-weit einheitlich erkennbar durch das Länderkürzel (DE, AT, FR, …).
  • Deutsches Format: DE gefolgt von 9 Ziffern (mit Prüfziffer).
  • Wird auf Rechnungen im B2B-Bereich innerhalb der EU angegeben (Verkäufer und Käufer).
  • Kann über VIES (EU-Portal) auf Gültigkeit abgefragt werden; technisch kann auch nur Format und Prüfziffer geprüft werden.

Wann was angeben?

Auf Rechnungen an deutsche Kunden ohne EU-Bezug reicht in der Regel die Angabe der Steuernummer. Bei <strong>innergemeinschaftlichen Lieferungen</strong> (an Unternehmen in anderen EU-Ländern) müssen Sie Ihre USt-IdNr. angeben und die des Käufers prüfen – hier kommt die USt-IdNr. ins Spiel.

Was ist eine USt-IdNr.?USt-IdNr. prüfen